Liedvorschläge für die Andacht werden am Ende angeführt.

Weil Christus von den Toten auferstanden ist, trägt uns die Hoffnung, dass wir im Tod nicht vergehen,
sondern in ihm das Leben finden. Er ist gekommen, um uns Leben in Fülle zu schenken. Die Erzählung
von der Brotvermehrung ist en Bild für die Fülle des Lebens, die wir in ihm finden: „Alle aßen und
wurden satt“ und es blieben noch „zwölf Körbe“ voll.

Andacht

Eröffnung

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen

Gepriesen sei unser Herr Jesus Christus, in dem wir das Leben in Fülle finden.
Von nun an bis in Ewigkeit.
Amen
Allmächtiger Gott,
du bist treu in allem, was du tust.
Du hast Christus, deinen Sohn,
von den Toten auferweckt und ihn zu deiner Rechten erhöht.
Wir bitten dich:
Schau auf unsere Trauer und unsere Not,
blick auf unsere Verzagtheit und unserer Verzweiflung.

Wandle unsere Schmerzen in Freude,
erwecke in uns Hoffnung und Zuversicht,
damit wir dich immer neu loben.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn,
unseren Herrn und Gott,
in der Einheit des Heiligen Geistes der mit dir lebt und herrscht
in alle Ewigkeit.
Amen

 

Lesungen

Lesung aus der Apostelgeschichte.
Am Pfingsttag trat Petrus auf zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr
Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte! Jesus, den
Nazoräer, einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die
er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst – ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen
und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen
und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn er war
unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. David nämlich sagt über ihn: Ich hatte den Herrn
beständig vor Augen. Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke. Darum freute sich mein
Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; denn du gibst meine
Seele nicht der Unterwelt preis, noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du hast mir
die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.

Apg 2,14.22b-28

Aus dem Evangelium nach Markus
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und
berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einem
einsamen Ort, wo wir alleine sind, und ruht ein wenig aus! Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum
Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren
und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an. Als
er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die
keine Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
Gegen Abend kamen seine Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät.
Schick sie weg, damit sie in die umliegenden Gehöfte und Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen
könne! Er erwiderte: Gebt ihr ihnen zu essen!
Sie sagten zu ihm: Sollen wir weggehen, für zweihundert Denare Brot kaufen und es ihnen zu essen
geben? Er sagte zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Geht und seht nach! Sie sahen nach und berichteten:
Fünf Brote und außerdem zwei Fische.
Dann befahl er ihnen, sie sollten sich in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern. Und sie ließen
sich in Gruppen zu hundert und zu fünfzig nieder. Darauf nahm er die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie diese
an die Leute austeilten. Auch die zwei Fische ließ er unter allen verteilen. Und alle aßen und wurden
satt. Und sie hoben Brocken auf, zwölf Körbe voll, und Reste von den Fischen. Es waren fünftausend
Männer, die von den Broten gegessen hatten.

Mk 6,30-44

Fürbitten

Nach jeder Fürbitte kann eine Kerze angezündet werden.

Manchmal sind Menschen gestorben, ohne dass wir von ihnen Abschied nehme konnten. So vieles ist
noch offengeblieben. Manches hätten man gerne noch ausgesprochen.
Herr, du bist gerecht und gut, doch oft bleiben deine Pläne für uns im Dunkeln. Du schenkst die
Vollendung, wo wir Menschen nichts mehr tun können. Du rettest uns Menschen aus dem Tod, in
deiner unendlichen Liebe birgst du uns im Schatten deiner Flügel.
Du bist Licht und du bist Leben.

Wir sehnen uns danach, das Leben in allen seinen Facetten auszukosten. Doch das gelingt uns nicht
immer. Im Streben nach immer mehr bleibt das auf der Strecke, was wirklich wichtig ist.
Du, Herr, schenkst und Leben, denn du bist die Quelle des Lebens. Wer in dir lebt wird nicht mehr
sterben, der Tod hat keine Macht mehr über ihn. Du schenkst uns Hoffnung und Zuversicht. Du bist
unser Licht auf dem Weg durch diese Zeit.
Du bist Licht und du bist Leben.

Epidemien bringen weltweit vielen Menschen den Tod. Die belastende Zeit der Corona-Pandemie steht
uns allen vor Augen.
Wir beten zu dir, Herr, und vertrauen die alle Toten an. Wir denken an alle, die ihre schwere Krankheit
nicht besiegen konnten du die wir viel zu früh zu Grabe tragen mussten. Erhalte ihnen deine Liebe und
lass sie dich schauen von Angesicht zu Angesicht.
Du bist Licht und du bist Leben.

Krieg und Terror, Naturkatastrophen und andere Unglücke haben uns auch in diesem Jahr
heimgesucht. Allen Unfrieden vertrauen wir im Gebet dem guten und lebendigen Gott an.
Herr, unser Gott, unser Leben ist ständig in Gefahr und bedroht. Nimm alle Opfer von Krieg und
Katastrophen auf in dein Vaterhaus und schenke ihnen das Leben in deiner himmlischen Herrlichkeit.
Du bist Licht und du bist Leben.

Wir glauben und hoffen, dass unsere Verstorbenen schon im Reich des Lebens angekommen sind. Wir
sind noch unterwegs, wir warten noch auf den Anbruch des Gottesreiches. „Dein Reichkomme“, so
sprechen wir im Gebet, das Jesus uns zu beten gelehrt hat.

Vater unser

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel
so auf Erden.
Unser tägliches Brot
gib uns heute.

Und vergib uns
unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht
in Versuchung,
sondern erlöse uns
von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen

Gebet und Abschluss

Herr, du bist die Quelle des Lebens,
in deinem Licht schauen wir das Licht.
Wir beten für unsere Verstorbenen:
Zerbrich die Nacht ihres Todes,
lass sie dein Angesicht schauen,
gibt ihnen Anteil an deinem Leben,
nimm sie auf in deine Herrlichkeit.
Denn du bist das Leben,
in dir finden wir Leben im Überfluss.
Denn du willst, dass wir leben.
Du sorgst für uns, in unserer Not.
Du schenkst uns dein Leben im Tod.
Du befreist uns aus allem Leid.
Du unser Leben in Zeit und Ewigkeit.
Herr lass unsere Verstorbene in dir leben.
Amen.

oder

Herr Jesus Christus,
du hast die Fünftausend gespeist
und es ist reichlich übriggeblieben.
Mit ihren Sorgen und Nöten
haben sich die Menschen dir anvertraut.
In dir haben sie das Leben gefunden.
Wir bitten dich für unsere Verstorbenen:
Schenke ihnen Leben in Fülle,
lass sie teilhaben an deiner Auferstehung.
Uns aber, die zurückgeblieben sind,

gib Trost in unserer Trauer,
stärke uns in der Hoffnung,
dass jeder, der stirbt,
in dir das wahre Leben findet.
Denn di lebst und herrschst
in alle Ewigkeit.
Amen

Segen

Die Gnade seines Segens schenke uns der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in
Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat.
Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und
seien Frieden.
Der Lebenden und Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.
Amen

 

Liedvorschläge:
Eröffnung:
GL 421 Mein Hirt ist Gott der Herr
GL 427 Herr, deine Güte ist unbegrenzt
GL 435 Herr, ich bin dein Eigentum
Zwischengesang / Führbitten:
GL 504 Vater im Himmel, höre unser Klagen
GL 373 Du bist Licht und du bist Leben, Christus, unsere Zuversicht
GL 365 Meine Hoffnung und meine Freude
Nach dem Vaterunser:
GL 318 Christ ist erstanden
GL 336 Jesus lebt, mit ihm auch ich
GL 362 Jesus Christ, you are my life
Zum Abschluss:
GL 523 O Maria, sei gegrüßt
GL 425 Solang es Menschen gibt auf Erden