Um 17.00 Uhr haben wir uns in unserem Pfarrgarten getroffen um gemeinsam, mit unseren Erstkommunionkindern, den Aschermittwoch auf eine besondere Weise zu begehen.

Mitten in der Wiese stand eine große Schale in der bereits ein Feuer brannte und ein kleiner Tisch, mit einer Kerze, dem Evangeliar und einer Schale mit der Asche für das Aschenkreuz. Bevor der Wortgottesdienst begann, begrüßten wir unseren Pfarrer Zvonko mit einem, bei einigen Gläubigen schon in Vergessenheit geratenen, „Gelobt sein Jesus Christus“.

Nach dem sich alle um die Feuerschale versammelt hatten, erklärten Pfarre Zvonko und Sabine den Kindern die Bedeutung des Aschermittwochs, mit dem die 40 Tage dauernde Fastenzeit bzw. vorösterliche Bußzeit beginnt, die Bedeutung der Worte, die der Priester spricht, wenn er uns mit dem Aschenkreuz bezeichnet und den Ablauf der Feier, und um uns musikalisch zu begleitet ist Sylvia gekommen.

Nach dem wir uns dann auch mit dem Kreuzzeichen begrüßt haben, konnte der Wortgottesdienst beginnen.

Wir hörten was der Evangelist Matthäus aufgeschrieben hat. Er berichtet uns von einige Regeln, die Jesus uns hinterlassen und aufgetragen hat. Genauer gesagt, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir etwas Gutes tun - etwas spenden, wenn wir beten und wenn wir fasten. Jesus möchte nicht, dass wir großartig darüber berichten, was oder wieviel wir spenden, was oder wie oft wir beten und wenn wir fasten, dann sollen wir es tun ohne die anderen darüber zu informieren, auf was wir den so alles verzichten und wie schwer dadurch unser Alltag geworden ist.

Nach der Lesung aus dem Evangelium wurde die vorbereitet Asche gesegnet und die Kinder, sowie die Erwachsenen, die an der Feier teilgenommen haben, habe das Aschenkreuz, mit den Worten: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium“ auf ihr Haupt gezeichnet bekommen. Mit den Fürbitten haben wir Gott um seine Unterstützung bei unseren Vorhaben in der Fastenzeit gebeten. Danach kam für unsere Kinder ein besonderer Moment. Sie haben am Valentinstag ein Herz mitbekommen, auf das sie alles aufschreiben konnten, was sie belastet, was sie gerne ändern würden, was sie nicht so gut gemacht haben und/oder wofür sie um Verzeihung bitten möchten. Diese Herzen wurden nacheinander von den Kindern, mit Unterstützung der Erwachsenen, in das Feuer geworfen. Und wie in der Heiligen Messe der Weihrauch unsere Gebete zum Herrn begleitet, so hat der Rauch, der aus dem Feuer der Herzen entstanden ist, unsere Bitten, unsere Entschuldigungen zum Herrn, unserem Gott begleitet.

Nach dem Schlussgebet und dem Segen haben die Kinder zur Erinnerung an die Feier und zum Nachdenken, was denn so alles noch nicht so gut gelingen kann und was man und wie man verzeihen kann, ein Gebetsbild vom „Barmherzigen Vater“ erhalten, so wie eine bei Mariä Lichtmess gesegnete Kerze, die sie mit einem Kreuz verziert haben und die sie beim Beten in der Fastenzeit begleiten soll. Die Erwachsenen haben zum Reflektieren ein Gebetsblatt, nach Psalm 18 – Du schaffst meinen Schritten weiten Raum, erhalten.

 

Vergelt`s Gott und Danke fürs kommen! Es war sehr schön, dass wird den Aschermittwoch so mit euch begehen konnten.

Im Anschluss an die Bilder findet Ihr noch einmal das Evangelium zum Nachlesen und die Antworten zu den vier am öftesten gestellten Fragen zum Aschermittwoch.

 

Evangelium Mt 6, 1-6.16-18

In jener Zeit sprach Jeus zu seinen Jüngern:

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden! Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,

damit dein Almosen im Verborgenen bleibt; und dein Vater, der auch das

Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler! Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagoge und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler! Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,

damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der das Verborgenen sieht, wir es dir vergelten.

 

 

Was bedeutet das Aschenkreuz?

Woher kommt die Asche?

Was sagt der Priester?

Was hat der Aschermittwoch mit Ostern zu tun?

 

Im Kirchenjahr der Christen beginn mit dem Aschermittwoch die vorösterliche Bußzeit. Sie dauert 40 Tage bis zum Karsamstag, in den sich die Christen auf das Osterfest vorbereiten. Die 40 Tage gehen auf die Zeitspanne zurück, während der Jesus in der Wüste gefastet haben soll.

Die Asche, die am Aschermittwoch in der Messe gesegnet wird, stammt von den Palmkätzchen die am Palmsonntag, im Vorjahr, gesegnet wurden. Damit zeichnet der Priester den Gläubigen ein Kreuz auf die Stirn oder auf das Haupt.

Das Aschenkreuz hat mehrere Bedeutungen, es steht für den Beginn der Bußzeit, soll uns an die Vergänglichkeit des Lebens erinnern, aber zugleich ist es auch ein Symbol für die Hoffnung auf die Auferstehung.

Der Priester spricht dabei folgende Worte: „Bedenke, Mensch, dass du aus Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ oder „Bekehret Euch und glaubt an das Evangelium.“