Nach einer längeren Pause, bedingt durch den Lockdown, war es heute endlich wieder so weit und wir konnten uns mit unseren Erstkommunionkindern in der Kirche treffen und zusammen die Heilige Messe feiern.

Wir haben uns schon etwas früher in der Kirche getroffen um uns etwas genauer mit einer der heutigen Lesungen (Levitikus 13, 1-2, 45-46) zu beschäftigen um dann das Evangelium (Markus 1,40-45) noch besser verstehen zu können.

In der Lesung geht es darum, dass Menschen, die an Aussatz erkrankt sind aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurden und ein Leben abseits der Gesellschaft führen mussten. Sie durften ihre Erkrankung nicht verheimlichen, sondern mussten sich nach den Regeln der Priester in zerrissenen Kleidern hüllen und durften auch ihr Haar nicht pflegen, so dass es für allen von weiten schon sichtbar war, dass der Mensch, der einem entgegenkommt nicht rein bzw. nicht gesund war. Auch haben die Priester den Menschen vorgeschrieben, dass sie auf sich aufmerksam machen müssen, in dem sie laut „unrein- unrein“ rufen mussten. Es war für sie kein leichtes Leben, ohne Hilfe, ohne Nächstenliebe, ohne Gesellschaft und ohne einem richtigen Zuhause.

Im Evangelium geht es darum, dass einer dieser Kranken, ein Aussätziger auf Jesus trifft und ihn bitte ihn zu Heilen. Das Besondere daran ist, das dieser Jesus nicht auffordert „Mach mich gesund – heile mich“, nein er sagt: „Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.“ Jesu streckte die Hand aus und heilte den Mann. Er forderte ihn auf, niemanden etwas davon zu erzählen, sondern so zu handeln wie es die Priester forderten und ein Reinigungsopfer darzubringen, wie Mose es angeordnet hatte.

Was tat der Mann? Er konnte nicht anders und erzählte jedem den er traf von der guten Tat, die Jesus an ihm vollbracht hatte. Warum hat er so gehandelt? War es, weil er vom Mitgefühl, dass ihn Jesus entgegenbrachte so überwältigt war? War es, weil Jesus Nächstenliebe ihm gegenüber so groß war?

Wir haben uns auch damit beschäftigt: Wie können wir wie Jesus sein? Kennen wir jemanden, der von den anderen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wird? Fällt es uns leicht auf diese Person zuzugehen?

Da heute aber auch der Valentinstag ist, an dem auch die Nächstenliebe im Mittelpunkt steht, waren unsere Erstkommunionkinder zuhause fleißig und haben für Gott eine Valentinstagkarte gestaltet, mit denen sie Gott sagen wollen, wofür sie ihn dankbar sind und wie so sie ihn lieben. Diese Karten haben wir vor Beginn der Messe zum Altar gebracht und sie davor aufgestellt.

Vielleicht können wir Großen auch darüber nachdenken, warum Gott wichtig für uns ist? Wofür wir ihm dankbar sind?

Und hier im Anschluss findet Ihr noch einmal die Lesung und das Evangelium

1. Lesung: Lev 13, 1-2,45-46

Der Herr sprach zu Mose und Aaron: Wenn sich auf der Haut eines Menschen eine Schwellung, ein Ausschlag oder ein heller Fleck bildet, liegt Verdacht auf Hautaussatz vor. Man soll ihn zum Priester Aaron oder zu einem seiner Söhne, den Priestern, führen. Der Aussätzige, der von diesem Übel betroffen ist, soll eingerissene Kleider tragen und das Kopfhaar ungepflegt lassen; er soll den Schnurrbart verhüllen und ausrufen: Unrein! Unrein! Solange das Übel besteht, bleibt er unrein; er ist unrein. Er soll abgesondert wohnen, außerhalb des Lagers soll er sich aufhalten.

Evangelium: Mk 1,40-45

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.