Geschätzte Leser*innen,

jede Person hat ihre Gewohnheiten. Diese kommen sowohl im privaten als auch im öffentlichen Leben zum Ausdruck. In unseren Pfarren verhält es sich ganz ähnlich. Besonders deutlich wird das bei einem Pfarrerwechsel. Da hört der Neue immer wieder den bekannten Satz: „Es war schon immer so.“ Soll etwas verändert werden, gibt es sofort Aufstand – auch dann, wenn diese Veränderung zu einer Verbesserung führen würde. Oft habe ich dabei das Gefühl: Gott hat uns Menschen Intelligenz gegeben, in manchen Situationen jedoch scheint es, sie kann gewisse Grenzen nicht überwinden. Damit muss man leben.

Seit September 2020 beobachte ich das Pfarrleben in unseren Pfarren. Trotz der Covid 19-Pandemie haben wir gemeinsam viel erreicht. Ich bin wirklich froh, dass mich die Menschen informieren und um meine Meinung fragen, wenn sie etwas im Namen der Pfarre und in der Pfarre machen. Das ist nämlich richtig und wichtig. Denn, als Pfarrer muss ich ja die Verantwortung vor staatlichen und kirchlichen Instanzen tragen. Ich hoffe, jede gut meinende Person wird auch verstehen, dass ich Aktionen nicht tolerieren kann, die mit mir nicht abgestimmt wurden, die aber im Namen der Pfarre durchgeführt werden. Mit den Worten des Hl. Paulus möchte ich sagen: „Alles tun wir euretwegen, damit immer mehr Menschen aufgrund der überreich gewordenen Gnade den Dank vervielfachen zur Verherrlichung Gottes. Darum werden wir nicht müde.“ (2 Kor 4, 15-16a)

Ich wünsche Ihnen/Euch eine gesegnete Woche und die drei G: Gottes Segen und gute Gesundheit sowie Glück.

Euer/Ihr Pfr. Dr. Z. Brezovski