Geschätzte Leser*innen,

in den letzten Tagen wurde spürbar, dass wir als Gesellschaft langsam in Richtung „Normalität“ zurückkehren. In dieser langsamen „Rückkehr“ merkt man aber auch, wie viel Spannung, u.a. wegen der Einschränkungen der letzten Monate, noch in uns allen steckt. Im Pfarrleben fehlte es an Begegnungen, Aussprachen, den Möglichkeiten, sich zu treffen, miteinander Kaffee zu trinken, Kuchen zu essen, zu lachen, zu singen, zu tanzen, sich über Meinungsverschiedenheiten zu unterhalten, und an vielem mehr. Ja, die Pandemie hat so einiges verändert - uns/mich auch. Unlängst sagte eine Person in einem Gespräch zu mir: „Es ist mir alles zu viel geworden. Ich kann mich selbst nicht mehr erkennen.“ Mit diesen Worten konnte auch ich mich identifizieren, denn oft ergeht es mir ähnlich. Bei so viel Anspannung spürt man die eigene Ohnmacht. Und doch, gerade in solchen Situationen, müssen wir als einfache, gläubige Menschen weitergehen. „Wir“ ist dabei von wesentlicher Bedeutung. In „wir“ weiß ich, ich bin nicht einsam, ich bin nicht allein. Denn Gott selbst geht mit mir/uns (vgl. Lk, 24, 13-35) wie mit den Jüngern nach Emmaus. Letzten Mittwoch erreichte mich eine E-Mail mit einem Gebet, dass ich mit Euch/Ihnen teilen möchte:

Schau, o Gott, schau auf das Gefäß meines Lebens

schau und fülle es!

Fülle es mit deiner Freude

fülle es mit deiner Liebe

fülle es mit deinem Geist

fülle es mit deinem Vertrauen

fülle es mit deiner Geduld

fülle es mit deinem Leben.

Ich wünsche Ihnen/Euch einen gesegneten Sonntag, gute Gesundheit und viel Mut und Kraft. Gottes Segen, Zufriedenheit und Gesundheit sind wichtig, alles andere ist nebensächlich.

Ihr/Euer Pfr. Dr. Brezovski